WARUM HEIßT DIESER ORT 'IL CONIO'?
Wie aus den sehr alten Karten von Fonte Avellana zu entnehmen ist, wird der Ortsname Conio schon Ende des 13. Jahrhunderts in diesem Gebiet erwähnt ("in civitae S. Angeli Papalis [Cagli] in curia Insule S. Christofori, in parrocchia S. Marie, in loco Conii).
Der ganze Abhang des Monte Pietralata, der zum Apennin hinausschaut, ist seit dem Mittelalter bewohnt. Dies beweisen die nahe gelegene Burg von Pietralata bzw. die Abtei von San Vincenzo, einer religiösen Siedlung entlang der antiken via Flaminia (nach einem römischen Konsul benannte Römerstraße). Auch die Katasterdaten, die im Cessato Catasto Pontificio (im damaligen päpstlichen Grundbuch, 19. Jahrhundert) erscheinen, beweisen, dass das Wohngebiet schon seit langem bevölkert ist.
Was allerdings für die Altertümlichkeit der Siedlung am meisten spricht, ist die massive, an detaillierten Bauelementen reiche Baukunst aus heimischem rosafarbenem Stein. Die Gesamtstruktur ist die einer typischen Bauernhangsiedlung, die sich nach und nach um das ursprüngliche Gebäude entwickelt hat; kleine Reihenhäuser, auf zwei Etagen, damals zu verschiedenen Zwecken benutzt (Wohnung, Stallungen und Diensträume) und heute zu touristischen Zwecken geschickt saniert, im perfekten Einklang mit dem 'staatlichen Naturschutzgebiet Gola del Furlo', in dem sich die Siedlung befindet.
|